Steuerrechtliche Tipps für Vermieter

Für die Einhaltung der steuerrechtlichen Vorschriften ist jeder Vermieter selbst verantwortlich. Ohne Gewähr für Richtigkeit oder Vollständigkeit weisen wir hier kurz auf die bestehende Rechtslage hin. Unsere Tipps stellen weder eine Rechtsberatung noch eine steuerrechtliche Beratung dar. Im Zweifelsfall sollte ein Steuerberater befragt werden.

Bei der Vermietung von beweglichen Sachen sind die folgenden zwei Sachverhalte zu unterscheiden:


Private Vermietung

Einkünfte aus der gelegentlichen Vermietung beweglicher Gegenstände fallen als „sonstige Einkünfte“ unter § 22 des Einkommensteuergesetzes (EStG). Grundsätzlich sind also Einnahmen, die mit der Vermietung von Sachen erzielt werden, bei der Jahressteuererklärung anzugeben und zu versteuern.
Diese Einkünfte sind jedoch steuerfrei, wenn sie weniger als € 256,- im Jahr betragen haben.

Frag Dein Gewerbe- oder Finanzamt

Gewerbliche Vermietung

Mieteinahmen sind als Einkünfte aus Gewerbebetrieb zu versteuern, wenn sie im Rahmen eines Gewerbebetriebs erzielt werden. Nach der gängigen Definition handelt es sich hierbei um eine wirtschaftliche Betätigung, die auf eigene Rechnung, eigene Verantwortung und auf Dauer mit Gewinnerzielungsabsicht betrieben wird, mit Ausnahme freiberuflicher oder landwirtschaftlicher Tätigkeiten.


Nachdem sich in den Steuergesetzen keine ausdrückliche Definition für „gewerbliche Vermietung beweglicher Gegenstände“ findet, muss anhand des konkreten Falls beurteilt werden, ob ein Gewerbebetrieb anzunehmen ist. 


Merkmale, die für das Vorliegen eines Gewerbebetriebs sprechen, sind u.a.:

  • mit den Mieteinnahmen wird der Lebensunterhalt verdient
  • Gegenstände werden extra zum Zwecke der Vermietung angeschafft
  • der Vermieter betreibt Werbung

 

Im Zweifelsfall kann neben dem Steuerberater auch das zuständige Gewerbe- oder Finanzamt befragt werden.